Garten Nummer 2 in der Region Schmitten/Weilrod geöffnet am 20. Juni

Der Garten liegt auf mehreren Ebenen, die durch Trockenmauern gestützt werden. Unten gibt es zwei Teiche. Am Hang sind Steingärten angelegt. Auf einer Seite wachsen Koniferen und Rhododendron, auf der anderen Seite ist eine Blütenhecke.



 

Beschreibung:

Schon als Kind habe ich mit meinen Eltern Ausflüge in das landschaftlich reizvolle Weiltal gemacht. Als dann in einer Zeitungsannonce im Jahr 2000 in Schmitten ein 1.200 qm großes Grundstück angeboten wurde, haben wir es gekauft, nicht ohne Zögern, denn die Hangneigung ist beträchtlich. Von oben hat man einen schönen Blick über das Dorf mit der alten Kirche und die Mischwälder, welche die Berge des Taunus bedecken. Die Sonneneinstrahlung ist höher als im Flachland und es gibt viele interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Wir mussten das Gelände terrassieren, haben Trockenmauern aus schwarzem Basalt gewählt und dadurch drei Ebenen geschaffen. Über den Stil Bepflanzung habe ich mir viel Gedanken gemacht weil ich nicht alles durcheinander pflanzen wollte. Da das Haus Barockschloss ist, wollten wir keinen Barockgarten, ein Bauerngarten passt eher zu einem Bauernhaus und im Tal der Weil wäre auch ein Zen-Garten etwas fehl am Platz. So entschloss ich mich zu einer überwiegend natürlichen Gestaltung, die sich etwas am englischen Landschaftsgarten orientiert. Auf der unteren Ebene wurde ein Teich angelegt, über den eine kleine Brücke führt und in den ein Wasserfall hinabstürzt. Am Ufer wachsen Bambus und Rhododendren. Auf der mittleren Ebene steht das Haus mit einer von einer Pergola überspannten Terrasse, vor der sich eine kleine Rasenfläche ausbreitet. Auf einem ebenen Platz neben der Pergola habe ich Rosen gepflanzt, womit ich nicht ganz zufrieden bin, entweder sie haben Stemrusstau oder sie überstehen den Winter nicht, vielleicht müsste man resistentere Sorten wählen. Die Ramblerrosen dagegen machen mir viel Freude, da sie mit vielen kleinen weißen Blüten die Pergola schmücken oder sich viele Meter hoch in die Fichte am Rande der Terrasse winden. An der Pergola wachsen auch Weinreben, deren Blätter und blauroten Früchte eine Zierde darstellen. Vor und hinter dem Haus steigt das Gelände steil an, so dass ich hier Steingärten angelegt habe. Mit großer Begeisterung habe ich mich um die Auswahl der Pflanzen gekümmert. Das Anschauen zahlreicher botanischer Gärten in vielen Teilen der Welt, die ich während meiner vielen Reisen besucht hatte, gaben mit eine solide Grundlage zur Auswahl der Pflanzen, die ich in meinen Garten haben wollte. Tropische Pflanzenschönheiten fielen leider aus. Bei der Auswahl spielt neben der Ästhetik auch der Arbeitsaufwand eine Rolle. Wenn man in kalten Wintern jede Pflanze abdecken muss, ist das schon sehr mühsam. Rasenflächen auf Steilhängen oder auf unterschiedlichen Ebenen gestalten die Arbeit sehr aufwendig. Licht und Schatten spielen eine grosse Rolle, man sollte daran denken, dass Bäume die Eigenschaft haben, zu wachsen und man das gerne unterschätzt, Stauden, die darunter angepflanzt sind, bekommen später nicht mehr genug Sonne. Die limitierende Struktur des Bodens, der im Taunus aus Faulschiefer besteht, hatte ich am Anfang unterschätzt was zu vielen aufwendigen Bodenverbesserungsmassnahmen zum Beispiel für die Rhododendren und für die Steingärten geführt hat. Wenn man den Gartenbüchem folgen wollte, müsste man ganze Lastwagen mit speziellem Gestein anliefern lassen. Viele Steingartenpflanzen können keine Staunässe vertragen weshalb ich bin dazu übergegangen bin, immer eine kleine Drainageschicht aus Kies anzulegen. Als Bodenverbesserer benutze ich Kompost, was aber auch wieder Arbeit macht. Die Tiere im Garten machen leider nicht nur Freude: Schnecken haben komplett unsere Glockenblumen aufgefressen, Wühlmäuse lieben Tulpenzwiebeln, die Rehe, die selbst 1,50 m hohe Zäune überspringen, bevorzugen Efeu und Rosen, die Amseln machen sich über die Weintrauben her. Eingefasst ist der Garten mit gemischten Hecken, Kiefern, Rhododendren, Forsythien und vielen anderen blühenden Stäuchern, was abwechslungsreicher ist als eine einheitliche Hecke und auch den Tieren eher entgegen kommt. Unter und vor den Hecken breiten sich Bodendecker aus, zum Beispiel Kaukasusvergissmeinnicht, Pulmonaria, Geranium. Diese stellen wegen der Unterdrückung des Unkrauts eine große Arbeitserleichterung dar, aber man muss darauf achten, dominante Pflanzen nicht mit schwach wüchsigen zusammenzubringen. Im Frühjahr überziehen die bunten Polsterpflanzen ganze Flächen und danach ist alles nur noch langweilig und grün. Deshalb habe ich Bodendeckerrosen dazwischen gepflanzt, kleine Astern, Astilben und viele andere, die zu einem anderen Zeitpunkt blühen.

  • Eine Bewirtung ist aufgrund der Corona-Verordnungen nicht möglich.
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